Hochwasserschutz hat oberste Priorität

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CDU-Fraktion informiert sich bei Radtour über Stand der Planungen

Bürgermeisterin Sonja Schemmann brachte die Teilnehmer auf den aktuellen Stand der Planungen in Sachen Hochwasserschutz. Foto: CDU Nordwalde
Bürgermeisterin Sonja Schemmann brachte die Teilnehmer auf den aktuellen Stand der Planungen in Sachen Hochwasserschutz. Foto: CDU Nordwalde


Nordwalde. Ganz im Zeichen des Hochwasserschutzes stand am Mittwoch eine Radtour der CDU-Fraktion durch Nordwalder Gebiet.
 
In Begleitung von Klaus Grummel von der FDP ließen sich die CDU-Politiker von Bürgermeisterin Sonja Schemmann und Dagmar Hilgenbrink von der Gemeindeverwaltung über die geplanten und bereits in Angriff genommenen Maßnahmen zum Hochwasserschutz informieren.


 
So fuhr die Gruppe unter anderem den Verlauf des Langemeersbaches ab, von Wulff bis in das vom Hochwasser stark betroffene Gebiet rund um die Dömerstiege. Dabei beschrieben Dagmar Hilgenbrink und Sonja Schemmann, wie es nach dem schweren Unwetter an Pfingsten dort ausgesehen und wie schlimm es Greven und Münster in der vergangenen Woche beim „Jahrhundert-Hochwasser“ getroffen hat. Für die, die es nicht mit eigenen Augen gesehen hatten, war nur schwer vorstellbar, welche Wasserstände teilweise erreicht wurden.
 
Weiter wurde den Teilnehmern die Problematik verschiedener Bereiche im Gemeindegebiet erläutert sowie der Sinn des Walles am Regenrückhaltebecken im Ollenkamp erklärt. Demnach sei ein Problem, dass das Wasser aufgrund von zu engen Durchläufen im Bereich des Brüggemanns Baches Richtung Emsdetten nicht schnell genug ablaufen kann, und es so zu einem Rückstau kommt.
 
Auch der Bereich des Regenrückhaltebeckens an der Altenberger Straße war Thema während der Arbeitsradtour. Auch hier gibt es weitere Überlegungen, um eine Verbesserung zu erreichen. Seitens der Verwaltung wurde deutlich gemacht, dass jeder Eingriff in Gewässer mit weiteren Behörden von Kreis und Bezirksregierung abgestimmt und genehmigt werden muss.
 
Nach Auskunft der Verwaltung sind bereits eine ganze Menge Berechnungen an verschiedene Planungsbüros in Auftrag gegeben worden.
 
„Für uns war es wichtig, auf den aktuellen Stand der Planungen zum Hochwasserschutz für ganz Nordwalde gebracht zu werden“, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Tobias Elshoff am Mittwoch.
 
Da sich auch einige neue Ratsmitglieder nun in diese Thematik einarbeiten müssen, sei diese Arbeitsradtour eine gute Grundlage gewesen, um nun verstärkt in die Umsetzung zu gehen. „Es sind viele Maßnahmen in Planung und die ersten davon sollten auch im Laufe des Jahres in Angriff genommen werden. Andere Maßnahmen werden dafür noch längere Zeit der Planung und Abstimmung mit anderen Behörden bedürfen“, so Elshoff weiter.
 
Die Mehrheitsfraktion wird sich auch innerhalb der im Herbst anstehenden Haushaltsberatungen mit dem Thema Hochwasserschutz befassen. Auch wird zu diskutieren sein, ob die Feuerwehr mit leistungsstärkeren Pumpen ausgestattet werden muss. „Einen hundertprozentigen Schutz werden wir nicht erreichen. Aber was wir an vernünftigen Dingen machen können, werden wir tun“, betonte Elshoff. Und weiter: „Wir bitten auch die Bürger, ihre Anregungen und Hinweise an uns weiterzugeben. Alle Fraktionsmitglieder stehen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.“
 
„Nur gemeinsam und nicht gegeneinander können wir auch im Hinblick auf die manchmal recht langwierigen Genehmigungsverfahren Einfluss nehmen, um einen besseren Schutz für unseren Ort zu erreichen,“ so Elshoff abschließend.

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