"Auch mal Jüngere ranlassen" - Drei CDU-Ratsmitglieder treten nicht mehr an

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Quelle: Westfälische Nachrichten

Nordwalde. Neben Lothar Dömer (die WN berichteten) treten zwei altgediente Mitglieder der CDU-Fraktion bei den Kommunalwahlen am 25. Mai nicht erneut an: Oliver Hordt und Erika Nadicksbernd.
 
Für Oliver Hordt sind es nach 15 Jahren im Rat vor allem berufliche Gründe, die zu der Entscheidung führten. "Ich nehme seit vergangenen Herbst an einer Weiterbildung teil, die viel Zeit kostet", erläuterte der Leiter des Altenberger Edith-Stein-Hauses gestern im WN-Gespräch. Den Rückzug habe er bereits vor zwei Jahren intern angekündigt. Auf dem Ortsparteitag hatte er damals schon den Parteivorsitz abgegeben.

Mit dem 38-Jährigen verliert die Fraktion ihren bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden und somit einen ihrer Wortführer. Einen, der auch mal aneckte. Rückblickend sagt Hordt: "Es war eine tolle Zeit, in der ich viel gelernt habe."
 
Als er damals mit der Fraktionsarbeit angefangen habe, sei die CDU noch ein Stück weit die "Industrie- und Gewerbepartei" gewesen. Hordt hatte einen anderen persönlichen Schwerpunkt: "Mir war das Soziale wichtig."
 
Die von ihm vorgeschlagene Einführung eines Generationenbeirats hält er nach wie vor für richtig, auch wenn das mangels Resonanz nicht geklappt hat. "Aber letztlich ist aus dieser Idee die Ehrenamtsbörse entstanden, das ist doch auch gut."
 
Sich politisch zu engagieren, kann Hordt jungen Menschen nur empfehlen. Er selbst will sich auch weiterhin in den Dienst der Partei stellen. Allerdings dürfe man die Herausforderung nicht unterschätzen: "Bis man einen Haushalt versteht, das dauert zwei Legislaturperioden."
 
Erika Nadicksbernd war ebenfalls 15 Jahre im Rat. "Eine lange Zeit, nach der man auch mal Jüngere ranlassen kann", findet die 56-Jährige. Als Kassiererin im Ortsvorstand, als Vorsitzende der Frauenunion auf Orts- und Kreisebene sowie im Landesvorstand will sie jedoch weitermachen.
 
Auch wenn sie dem neuen Rat definitiv nicht mehr angehören werden: Dass sie am Wahlabend zur Wahlparty ins KvG-Forum kommen, ist für beide selbstverständlich.

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