"Die CDU ist mein Zuhause"

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Quelle: Westfälische Nachrichten

Interview mit Jonas Hülskötter

Nordwalde. Bei der letzten Mitgliederversammlung der CDU Nordwalde wurde ein Generationswechsel eingeläutet (wir berichteten). Neuer Erster Vorsitzender ist der 26-jährige Jonas Hülskötter, der den langjährigen Vorsitzenden Willi Volpers ablöste.

Geboren 1990 in Borghorst, wuchs er in Nordwalde auf. Der ledige Student der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Management und Wirtschaftsinformatik möchte die Partei mit neuen Ideen weiter nach vorne bringen. WN-Mitarbeiter Detlef Held sprach mit dem Christdemokraten über seine Ziele.

Wie kamen Sie zur Politik?

Hülskötter: Erstmal konnte ich politische Luft im Jugendparlament von Nordwalde (2006 bis 2008) schnuppern. Wir konnten erfolgreich Projekte durchführen wie z. B. das Jugendcafé „Kiek-In (mittlerweile leider geschlossen). Da mir dies Freude bereitet hat, schaute ich nach den größten Schnittmengen zwischen mir und den politischen Parteien. So landete ich schnell und aus Überzeugung bei der CDU. Weiter denke ich, dass es wichtig ist dass jeder ein bisschen Verantwortung übernimmt, da Demokratie nur gelingen kann, wenn das Volk auch wirklich herrschen will. Das fängt bei den Wahlen an. Heute wird Demokratie und Rechtsstaatlichkeit als selbstverständlich angesehen. Dass dem nicht so ist, sieht man leider in vielen Ländern.

 

Warum CDU? Haben Sie dort ein politisches Vorbild?

Hülskötter: Bei der CDU fühle ich mich zu Hause. Das wurde auch im letzten Jahr deutlich als Angela Merkel das Dublin-Abkommen außer Kraft setzte und ohne Bürokratie Tausende von Flüchtlingen aufnahm. Für mich eine konsequente Umsetzung des „C“ in CDU. Wer das christliche Menschenbild ernst nimmt, also solidarisch, barmherzig und ohne Ansehen von Stand und Präferenz handelt, kann die Aufnahme von Flüchtlingen nicht verwehren. Sicherlich dürfen die Probleme die gerade auf Kommunaler Ebene damit verbunden sind, nicht vergessen werden und es sollte ein vernünftiges Verfahren bei der Aufnahme geben. Aber letztes Jahr war die Situation auf der Balkan-Route so angespannt, dass das Abkommen außer Kraft zu setzten richtig war.

 

In welchen Gremien haben Sie schon mitgearbeitet?

Hülskötter: Angefangen habe ich im Jugendparlament, danach als stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union (JU) Nordwalde und Beisitzer im Kreisvorstand der JU. Nach dem ich im Landtagswahlkampf 2010 Christina Schulze Föcking unterstützt habe, kam der CDU-Beitritt. 2012 wurde ich Beisitzer im CDU Vorstand von Nordw alde. Seit Juni 2014 bin ich im Rat der Gemeinde und seit August 2015 im Geschäftsführenden Kreisvorstand der CDU.

 

Welche Ideen haben Sie in der politischen Arbeit vor Ort?

Hülskötter: Ich will an bewährten Veranstaltungen festhalten, aber auch neue Formate einführen. Da werden wir im Vorstand schauen was möglich ist. Denkbar sind regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen, die gar nicht in erster Linie parteipolitisch geprägt sein müssen, sondern über aktuelle politische Vorgänge informieren und auch aufklären sollen. Mir ist es wichtig, Berührungsängste mit politischen Parteien aus dem Weg zu räumen und junge Leute für Politik und insbesondere für Demokratischen Werte zu begeistern. Gerade in Zeiten, in denen Rechtspopulisten Zulauf haben, halte ich dies für besonders wichtig.

Neue Kommunikationsinstrumente sind auch denkbar. So kann ich mir „WhatsApp-Broadcastlisten“ vorstellen, um schnell und unkompliziert über Neuigkeiten zu informieren und mit Mitgliedern und der Öffentlichkeit in Kontakt zu treten.

 

Wie wollen Sie die CDU den Bürger vor Ort, jung und alt, schmackhaft machen?

Hülskötter: Politik den Leuten in der heutigen Zeit schmackhaft zu machen ist sicherlich ein Stück weit schwieriger als früher. So gelten Politiker doch heute zunehmend als Sündenbock für vieles, wenn etwas nicht funktioniert. Allerdings kann man auf kommunaler Ebene im Kleinen viel erreichen und manchmal auch an großen Projekten teilnehmen. So stehen wir in Nordwalde vor großen Aufgaben wie dem Neubau des Bürgerzentrums und der Umgestaltung des Ortskern. Das sind Projekte, die Nordwalde Jahrzehnte später noch prägen werden. Die CDU vor Ort übernimmt dabei Verantwortung, um das direkte Umfeld von Nordwaldern um- und mitzugestalten. Ich denke, so eine Perspektive ist für viele sehr interessant.

 

 

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