Wahlprogramm 2009 - Ortsentwicklung, interkommunale Zusammenarbeit

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Vom Ich zum Wir – Gleichzeitig Individualität erhalten!

Der jede Region treffende demografische Wandel macht auch vor Nordwalde nicht halt. Schon seit einigen Jahren können wir das Älterwerden unseres Ortes verfolgen und statt wie früher eine wachsende Bevölkerungsentwicklung zu verzeichnen, sehen wir uns und andere Kommunen heute vor nur noch konstanten, teilweise schrumpfenden Entwicklungen. Das Schönreden zu wollen wäre vermessen.
 
Es gilt, über den Tellerrand zu schauen, gemeinsam mit Fachleuten, weiteren Partnern und anderen Gemeinden mögliche Konzepte zu finden, die Individualität der Gemeinden zu belassen, ohne Insellösungen anzustreben, da diese keine nachhaltige Zukunft haben werden.

So ist z.B. schon seit Jahren eine erhöhte Konkurrenz um die Ansiedlung der immer weniger werdenden jungen Menschen zwischen den Kommunen zu beobachten. Unsere Bildungseinrichtungen benötigen, jede für sich, eine bestimmte Mindestbelegung, damit sie tragfähig sind. Diese Größe wird schon bald für jede Einrichtung nicht mehr erreicht werden. Allein diese beiden Beispiele zeigen die Größe der Herausforderungen des demografischen Wandels, die sehr langfristig betrachtet werden müssen und nicht isoliert, sondern nur gemeinsam und ganzheitlich bewältigt werden können.
 
Wir dürfen in der Politik nicht nur für das Jetzt oder das nächste Haushaltsjahr denken und planen, wir müssen uns bundesweit, sogar international informieren, wie es tatsächlich in 10, 20 oder gar 50 Jahren aussieht und was auf uns zukommen wird und dementsprechend jetzt richtig agieren.
 
Die CDU wird diese Herausforderung annehmen, es geht dabei um die Qualität des Zusammenlebens unserer Gesellschaft. Themen wie: Verkehr, Bildung, Standort, Ökologie und Ökonomie gilt es zu analysieren und zu gestalten. Mit unserer Bürgermeisterkandidatin Sonja Schemmann und ihrem Team werden wir mit unseren Nachbarn im Kreis und der Region stärker und intensiver zusammenarbeiten; wir werden Partner und Mittler für unsere Menschen und Betriebe sein und so gemeinsam unsere Zukunft meistern!

 

Die Themen im Überblick:

 

Wahlprogramm 2009 - Bürgernahe und leistungsstarke Kommunalverwaltung

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Unsere erste Bürgerin führt die Verwaltung – für alle Nordwalder!

Das Bürgermeisteramt bedeutet, dass Sonja Schemmann als vom Bürger gewählte Bürgermeisterin die erste Bürgerin im Ort ist. Mit Zuverlässigkeit, Charakterstärke, Bodenständigkeit, dem Rückhalt ihrer Familie und Augenmaß wird sie für Nordwalde erfolgreich arbeiten. Wer Führungsaufgaben übernimmt, muss immer „nah am Menschen" sein, dabei gibt das christliche Menschenbild Orientierung und Halt.
 
Die Bürgermeisterin als Person muss sich draußen unter den Menschen bewegen, um Netzwerke zu schaffen, um die Gemeinde zu positionieren und voranzubringen und um die Vereinslandschaft zu pflegen. Es bedeutet, Optimismus zu zeigen und die Stärken der Gemeinde deutlich zu machen. Erst dadurch entsteht eine Kultur des Vertrauens mit den Mitbürgern, welches mit dem Motto: „Raus aus der Amtstube - rein in die Wirklichkeit!" und „Taten zählen - Sonja wählen!" seine Umsetzung findet und eindeutige Zeichen setzen.
 
Die Bürgermeisterin ist Mitglied im Rat der Gemeinde und somit gewählte Vertreterin der Gemeinde in diesem Gremium. Sie berät nicht nur den Rat, sondern hat den Vorsitz. Der Rat repräsentiert die Bürgerschaft und trägt gemeinsam mit der Bürgermeisterin und ihrer Verwaltung die Verantwortung den Bürgern gegenüber.
 
Die Gemeindeverwaltung ist Dienstleister für den Bürger und somit stehen die Menschen in Nordwalde an erster Stelle. Die Bürgermeisterin ist Chefin der Verwaltung, sie steht ihr vor, gibt die Richtung an und entscheidet, was zu tun ist. Die Führung der Verwaltung heißt auch, die Übertragung von Verantwortung und Zuweisung von Aufgaben. Die angestrebte Zusammenarbeit beruht dabei auf der Kompetenz und Erfahrung der Mitarbeiter und bedeutet, dass die Verwaltung nicht verwaltet werden muss.
 
Unsere Verwaltung soll ein kommunales Dienstleistungsunternehmen sein, das bürgernah, zukunftsorientiert und wirtschaftlich handelt. Eine optimale Verwaltungsstruktur zu schaffen, geht nur mit der Mitarbeiterschaft, dazu muss das kreative Potential und der Handlungswille der Mitarbeiter gefördert und gefordert werden. Dazu gehört, mehr Transparenz zu schaffen, bürgerfreundliche Öffnungszeiten zu finden, die Einführung von Bürgersprechstunden und die Übersichtlichkeit der Zuständigkeiten zu gewährleisten. Wir möchten ab 2010 einen „Tag der offenen Tür" im Rathaus etablieren.
 
Fortbildungswilligen wird die Möglichkeit geboten, genau das auch zu tun, sich fortzubilden. Die Mitarbeiter sind das größte Kapital für eine am Bürger orientierte Verwaltung. Das nehmen wir wörtlich! Unserer Bürgermeisterkandidatin ist es wichtig, einen Ausbildungsplatz einzurichten, denn besonders unsere Jugend muss wieder eine Perspektive in diesem wichtigen Bereich des Gemeindelebens finden können.

 

Die Themen im Überblick:

 

Wahlprogramm 2009 - Kultur, Ehrenamt, Tourismus

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Gemeinsam Profil schaffen – im Mittelpunkt der Mensch!

Jede Gemeinde braucht ein aussagekräftiges und ausgeprägtes Profil. Viele Gemeinden nennen da zuerst ihre Baudenkmäler, Kirchen, Marktplätze, Radwanderwege, Reitwanderwege usw.. Ja, das alles hat Nordwalde auch, und ja, Nordwalde soll durch ein ganzheitliches Sanierungskonzept des Ortskerns schöner werden.
 
Doch viel wichtiger als alle Gebäude, Kopfsteinpflaster, Rad- und Reitwege sind die Menschen, die hier leben, sich ehrenamtlich in den Vereinen engagieren, hier arbeiten und über ihre vielen kulturellen Aktivitäten wesentlich zur Wohn- und Lebensqualität und zur Identität in und mit Nordwalde beitragen. Dafür gebührt allen unser größter Respekt und höchste Anerkennung.

Das gilt besonders in Zeiten, wo öffentliche Mittel für viele Bereiche knapp sind. Kultur findet nur dort statt, wo Menschen sich wohl und zuhause fühlen. Ehrenamt ist da eine wesentliche Stütze, braucht aber ein professionelles Umfeld zur optimalen Entfaltung. Auch hier sehen wir uns in der Pflicht.
 
Wir wollen und werden ein besonderes Augenmerk auf die Weiterentwicklung der kulturellen Angebote und Aktivitäten setzen. Die Initiativen wie die Bürgerstiftung unterstützen, gemeinsam nach passenden Lösungen suchen, um das Engagement entsprechend zu fördern, ohne Eigeninitiativen zu übergehen oder durch kurzsichtige Einflussnahme zu bremsen.
 
Wir sagen „Ja" zum Bispinghof und halten einen Ankauf des Geländes dann für sinnvoll, wenn sich dies für die Gemeinde kostenneutral darstellen lässt. Alle Kosten, die von einem Eigentümer übernommen werden müssen, für Kauf, Pacht, Unterhalt und Sicherung, können nicht von der Gemeinde getragen werden. Bei grundsätzlicher Unterstützung der Stiftung und der Anerkennung der dort ehrenamtlich geleisteten Arbeit dürfen die notwendigen Kosten nicht zu Lasten der Bürgerschaft gehen. Zukunft braucht Herkunft, das bedeutet in erster Linie Inhalte zu schaffen oder sie zu bewahren.
 
Die CDU sieht in der Einrichtung eines Kulturrings die Möglichkeit, die Angebotspalette, gerade im Sinne einer professionellen Darstellung unserer Gemeinde, noch weiter auszubauen und für noch mehr Bürger zu erschließen. Hier könnte ein Rabatt- oder Vergünstigungssystem für Ehrenamtliche helfen; die öffentliche Aufwertung des Neujahrsempfangs und der Ehrung Ehrenamtlicher zusätzliche Motivation schaffen.
 
Zusammen mit der Entwicklung zur Neugestaltung unseres Ortskerns und der Einbindung erfolgreicher Initiativen brauchen wir zusätzliche kulturelle Leuchttürme, die über eine professionelle Bündelung der kulturellen Angebote eine Attraktivitätssteigerung, touristische Erschließung und Profilschärfung schaffen. Dazu gehört eine Aktualisierung und Optimierung der Internetpräsenz der Gemeinde und der Ausbau des Freizeitwegenetzes.

 

Die Themen im Überblick:

 

Wahlprogramm 2009 - Umweltschutz, Ökologie

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Umweltschutz und Ökologie sind keine Sache der Parteizugehörigkeit, sondern Herausforderung und Pflicht für alle!

Die Bewahrung der Schöpfung ist nicht nur Teil unserer christlichen Wertevorstellung, sondern elementare Vorraussetzung für unsere Zukunft. Umweltschutz und Ökologie sind keine Sache der Parteizugehörigkeit, sondern Herausforderung und Pflicht für alle!
 
Konkrete Maßnahmen müssen auch in Nordwalde noch spürbarer werden, gute Beispiele wie der ehrenamtliche Baumschnitt und Renaturierung durch die Mitglieder vom Heimatverein oder private Initiativen im Energiebereich sollten Vorbild und Motivation sein. Oft sind es schon einfache Maßnahmen, die dem Bürger und der Kommune direkt helfen, die Umwelt nachhaltig zu schonen und durch neue Wege der Energiegewinnung gleichzeitig Kosten zu senken.
 
Die CDU in Nordwalde setzt sich im Rahmen der Bauleitplanung für alle realisierbaren Spielräume ein, die es den Bürgern ermöglichen, alternative Energiequellen zu nutzen. Wir halten auch einen Energiestammtisch für äußerst sinnvoll.
 
Darüber hinaus sind alle öffentlichen Gebäude und Abläufe der kommunalen Verwaltung unter energetischen und ökologischen Gesichtspunkten zu überprüfen. Denn: Umweltschutz in der Gemeinde hilft, die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig Kosten zu sparen. Wir wollen schon 2010 eine Teilnahme der Gemeindeverwaltung am Projekt „Ökoprofit - Kreis Steinfurt" erreichen.
 
Die Senkung der Müllgebühren durch den Kreis ist bereits einer der Erfolge, die durch das Engagement unserer Bürgermeisterkandidatin Sonja Schemmann im Kreis erzielt werden konnte.
 
Wie schnell sich eine nachhaltige Entwicklung erreichen lässt, hängt entschieden von diesem Engagement vor Ort ab.

 

Die Themen im Überblick:

 

Wahlprogramm 2009 - Bildung, Schule, Sport

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Bildung und Persönlichkeitsentwicklung für alle Generationen, an allen Orten in Nordwalde!

Bildungsangebote vor Ort sind ein ganz wichtiges Kriterium für Familien, sich in einer Gemeinde wohl zu fühlen und auch niederzulassen. Dabei sind Integration und ein interkulturelles Miteinander in Nordwalde keine Floskeln, sondern gelebte Werte. Diese Werte möchten wir weiter stärken!
 
Im Schulausschusses war und ist es Sonja Schemmann sehr wichtig, die Anregungen, die von Schülern, Eltern und Lehrern der Schulen kamen / kommen, aufzunehmen und umzusetzen, wie z.B. die Schulhofgestaltung, Zebrastreifen bei der KvG-Schule, der Offene Ganztag an den Grundschulen. Das Angebot in Nordwalde hat sich Dank unserer Hilfe in den letzten Jahren gut entwickelt, muss aber weiter verstärkt werden.
 
Grundsätzlich gilt: Wissen wird erst zu Bildung durch die Persönlichkeit eines Menschen! Dafür müssen wir als Gemeinde die Vorrausetzungen schaffen. Bildungsangebote zur Persönlichkeitsentwicklung aller Generationen sind unabdingbar und müssen ausgebaut werden, und aufgrund des demografischen Wandels, sicherlich viele Kompetenzen gestärkt, aber auch gebündelt werden.
 
Unsere Offenen Ganztagsgrundschulen bieten allen Kindern nicht nur Betreuung oder Hausaufgabenhilfe an, sondern ebenso gezielte, dem Bedarf entsprechende Angebote, die es gilt zu erweitern und in die Gemeinschaft zu tragen. Ein gutes, Generationen übergreifendes Angebot verbindet immer Jung und Alt, Insellösungen machen einsam!
 
Die Kardinal-von-Galen-Gesamtschule ist ein wichtiger Bildungsanker in unserer Gemeinde und muss weiterhin mit allen Kräften gefördert werden. Die individuelle Förderung der Schüler schärft das Profil der Schule und macht sie und die Gemeinde attraktiv, auch außerhalb. Die Einrichtung einer Sport-, als auch Musikklasse sind Schritte, die unbedingt gegangen werden müssen. Des Weiteren wird es für Schüler immer wichtiger, praxisbezogen und im entsprechenden Alter auf das Berufsleben vorbereitet zu werden. Dabei bietet ein „Berufsnavigator" die beste Hilfestellung bei der Entscheidung für einen Beruf. Wir wollen die ortsansässigen Unternehmen weiter aktivieren, sich für den beruflichen Nachwuchs in der Heimatgemeinde zu engagieren.
 
Bildung und sich zu bilden darf nach der Schule nicht aufhören. Dafür ist es ganz wichtig, die Angebote der Erwachsenenbildung, wie z.B. von der Volkshochschule oder „Schlaumacher e.V.", zu nutzen, zu fördern und sich selbstständig zu fordern. Hier möchten wir Kommunikator und Multiplikator sein, denn was gut für den Einzelnen ist, kann nur gut für uns als Gemeinschaft werden.
 
Kindern und Jugendlichen, sowie allen Sportbegeisterten müssen vertretbare und vernünftige Sportmöglichkeiten und Sportstätten geboten werden. Wir sind z.B. für eine Unterhaltung der Schwimmhalle. Bezüglich des Sportplatzes: Wenn eine Erweiterung am jetzigen Standort zukunftssicher realisierbar ist, wird die CDU alle Sportliebhaber unterstützen, den alten Standort zu erhalten, umzubauen, zu modernisieren und zu erweitern. Wir wissen um die möglichen Hürden und fordern gerade deshalb eine genaue Prüfung der Machbarkeit. Falls das nicht möglich ist, werden wir baldmöglichst eine Verlagerung des Sportgeländes an dem laut Flächennutzungsplan dafür vorgesehenen Gelände vornehmen. Diese Option wurde bereits 2005 mit den Stimmen unserer Mehrheitsfraktion geschaffen. Da Fußball und Reiten in direkter Nachbarschaft nicht zusammenpassen, suchen wir konkrete Standortmöglichkeiten mit und für den Reitverein.

 

Die Themen im Überblick:

 


 

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